Reinhard Opitz Papers

Biographical / Historical Note

Born in Beuthen, Upper Silesia, Germany 1934, died in Cologne 1986; German Marxist and political scientist; active in left-wing circles of universities and publishers around the periodicals Konkret (Hamburg), Blätter für deutsche und internationale Politik (Cologne), Das Argument (Berlin), DVZ/die tat and Marxistische Blätter (Frankfurt am Main); left the GDR with his family 1951; studied in Berlin and Tübingen; active in the peace movement and the movement against rearmament and reintroduction of the general conscription; member of the Sozialistischer Deutscher Studentenverband (SDS) 1956; banned (as a member of the ‘Konkret’-group) from the SDS 1959; working for the periodical Konkret (until 1957 named Studenten-Kurier ) 1956-1960; editor of the Berlin edition of Konkret 1957; press officer of the 1960 founded Deutsche Friedensunion (DFU) 1960-1965, then also staffer in other organizations 1979-1982; editor at Pahl-Rugenstein publishing house 1965-1979; co-editor of Blätter für deutsche und internationale Politik since 1972; Ph. D. degree at the University of Marburg with ‘Ideologie und Praxis des deutschen Sozialliberalismus 1917-1933', a study on left-wing liberalism during the Republic of Weimar 1973; lectured at various universities and other institutions but never got a permanent academic post; published Der große Plan der CDU: die ‘Formierte Gesellschaft’ (1965), Europastrategien des deutschen Kapitals 1900-1945 (1977) and Faschismus und Neofaschismus (1984); died of cancer 1986; after his death Rainer Rilling and Ilina Fach published in collaboration with the library of the Philipps University of Marburg Reinhard Opitz, Liberalismus-Faschismus-Integration in 1999, an edition in three volumes in which 6,000 pages from his written legacy are included.

Acquisition

The papers were donated to the IISH by Dorothea Opitz in 2006; with an accrual in 2007.

Arrangement

Nach Reinhard Opitz' Tod 1986 kümmerten sich Freunde um seinen Nachlass. Bei einer ersten Sichtung wurde das Material nach Themen und Dokumententyp (Bücher, Vorträge, Aufsätze, Zeitschriften- und Zeitungsartikel, Vorlesungsskripte, Exzerpte und Briefe) sortiert. Die Dokumente wurden in Umschläge verpackt und mit Angaben zu Inhalt, Datierung sowie einer Signaturnummer versehen (siehe auch das "Vorwort zur Gesamtausgabe", Opitz, Bd. 1, S. 11-18, S. 14f.). Der Nachlass wurde aus der Kölner Wohnung nach Marburg ins Institut für Politikwissenschaft der Philipps-Universität transportiert und dann dem Bund demokratischer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler (BdWi) übergeben, der für die Editionsarbeit Räume und finanzielle Mittel zur Verfügung stellte. 1999 erschien eine Textauswahl in drei Bänden in der von den mehr als 270 Manuskripten des Nachlasses 87 Manuskripte veröffentlicht sind.
Das Archiv wurde 2006 an das IISG in Amsterdam übertragen.
Bei der darauffolgenden Ordnung ist dankbar von den Informationen und Aufschriften des Verpackungsmaterials Gebrauch gemacht. Besonders bei den Manuskripten war schon viel Vorarbeit geleistet, von anderen Teilen des Archivs mussten die Beschreibungen erst gemacht werden.
Der größte Teil des Archivs besteht aus Manuskripten. Sie sind chronologisch geordnet und der Beschreibung ist, sofern möglich, die Signaturnummer hinzugefügt, die im "Verzeichnis der veröffentlichten Schriften" in eckigen Klammern angegeben ist (Opitz, Bd. 3, S. 214-238). Opitz bewahrte bei seinen Texten auch andere Dokumente auf, die sich auf diese bezogen, wie z.B. Korrespondenz, Arbeitsnotizen, Literatur und Zeitungsausschnitte. Bei der Ordnung ist die Einheit der Dossiers in Prinzip unangetastet geblieben.
Es folgen Dokumente zur Lehrtätigkeit von Opitz. Hier findet man auch Korrespondenz und andere Manuskripte. Materialien zu seinem aktiven politischen Leben sind relativ wenig bewahrt geblieben, auszunehmen ist nur die Deutsche Friedensunion (DFU), zu der einiges Material vorliegt (Nr. 591-623).
Ein anderer wichtiger Teil des Archivs besteht aus Arbeitsmaterialien. Dies waren große Packen, in denen Opitz für seine Untersuchungen Material zusammengebracht hatte. Es umfasste vor allem Zeitungsartikel und -ausschnitte, Fotokopien von Dokumenten und viele Arbeitsnotizen. Dies Material ist geordnet nach den großen Themen, die Opitz zeitlebens beschäftigt haben. Manchmal enthalten die Dossiers auch Manuskripte und/oder Korrespondenz, dies ist dann in der Beschreibung mitgeteilt.
In einem Anhang am Ende des Inventars ist Material beschrieben, das nach seinem Tod gesammelt wurde. Hier sind außerdem Stücke zum Editionsprojekt aufgenommen sowie aus Opitz' Bibliothek einige Bücher, die viele Marginalien von ihm befassen. Alle übrigen Bücher und Zeitschriften sind an die Bibliothek des IISG abgegeben.

Content

Correspondence 1965-1986 in particular with a.o. Kurt Gossweiler 1971-1985; manuscripts and typescripts of articles and lectures 1954-1986, in particular on strategies of monopoly-capitalist integration, liberalism, expansion strategies of German capital since 1900 (including the unpublished typescript and documentation of his edition on ‘Kolonialstrategien des deutschen Kapitals 1900-1945'), German fascism and neo-fascism, including the Ernst Röhm affair and new political guises right of centre as well on anti-militarist and anti-fascist resistance; files on the DFU 1960-1986; the Pahl-Rugenstein publishing house 1965-1979, and his jobs at the universities and colleges of Cologne, Marburg, Münster, Osnabrück and Paderborn 1976-1986; files on the edition of Opitz's written legacy 1987-2000.

Processing Information

Inventory made by Thomas Lühr and edited by Bouwe Hijma in 2008